2011

Karen-Susan Fessel

„Bücher lesen kann helfen“
„Das Leben ist nicht immer lustig und leicht. Aber Bücher lesen kann helfen. Und wenn eines meiner Bücher auch nur einen einzigen Menschen tröstet, ihm Mut oder Freude macht oder hilft, andere Menschen besser zu verstehen, dann hat sich für mich das ganze Schreiben schon gelohnt!“ (Karen-Susan Fessel im Oetinger Lesebuch, Almanach 2001/2002)

Karen-Susan Fessel schreibt nicht nur explizit über lesbische
Themen und macht Lesben (aber auch Schwule und Transsexuelle) in vielen ihrer Bücher zu Hauptfiguren, sondern sie tritt auch engagiert gegen Diskriminierung und für Offenheit und Toleranz ein, z. B. bei zahlreichen Lesungen vor Schulklassen, aber auch bei Podiumsdiskussionen. Das ist leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Sie weckt nicht nur Interesse, Verständnis und Sympathie für Lesben („Bilder von ihr“), für Transsexuelle („Bis ich sie finde“), für sozial benachteiligte Jugendliche („Und wenn schon“), für trauernde Kinder („Ein Stern namens Mama“) und andere Länder („Polarchaoten“) – sie erklärt auch das Grundgesetz („GG – was ist das?“), gibt den Band „Out“ mit heraus und schreibt Broschüren und Texte zu Frauen mit HIV und AIDS. Für „Steingesicht“, ein Jugendbuch über ein lesbisches (und soziales) Coming out, hat sie den Taiwan-Book-Award bekommen, und zwar ausdrücklich als gutes Beispiel für den offenen, guten Umgang mit Homosexualität in Deutschland.

1964
geboren in Lübeck

1983
Abitur in Meppen/Ems, danach Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Romanistik an der Freien Universität Berlin

1992
Hospitation in den Abteilungen Hörspiel und Feature des ORB

seit 1993
freiberufliche Schriftstellerin, Journalistin und Dozentin für Schreibseminare, freischaffende Lektorin

1999
Auswahlliste zum Astrid-Lindgren-Preis

2000/2002
Die-Besten-7-Liste von DeutschlandRadio und Focus

2000/2001
Bestenliste Zürcher Kinderbuchpreis La vache qui lit

2006
Nominierung Women’s Pride Award (Beste deutsche Autorin)