Unsere Preisträger*innen

2019

Romy Haag

2019 ehrt der Gay in May e.V. mit dem Rosa-Courage-Preis eine Frau von Weltformat. Romy Haag war in ihrem Leben bereits auf vielen großen Bühnen zuhause.

2018

Elfi Scho-Antwerpes

Elfi Scho-Antwerpes engagiert sich seit vielen Jahren für die Belange von Lesben, Schwulen und Transgender. Sie setzt sich für eine gesellschaftliche Vielfalt und für Toleranz ein und tritt Homophobie, Transphobie und Hassgewalt entschieden entgegen.

2017

Volker Beck

Es war der 1. August 2001, der zu Volker Becks schönstem
Tag als Politiker zählt: mit der Eingetragenen Lebenspartner-
schaft für Lesben und Schwule wurde ein großer Schritt für
deren rechtliche Gleichstellung in Deutschland getan.

2016

Elizabeth IKhaxas &
Liz Frank

Mit dem Rosa-Courage-Preis wird in diesem Jahr ein Frauenpaar aus Namibia – dem Schwerpunktland des Osnabrücker Afrika Festivals 2016 – für ihr Lebenswerk geehrt.

2015

Klaus Wowereit

Mit dem Ausspruch „Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ hat Klaus Wowereit bereits bei seiner Kandidatur für das Amt des Regierenden Bürgermeisters Berlins Geschichte geschrieben. Es sei „der wichtigste Satz“ in seinem Leben gewesen, schrieb Wowereit im April 2015.

2014

Coming Out

Coming Out“ wurde 2008 als lokale Gruppe in St. Petersburg gegründet und zählt inzwischen zu einer der größten LGBT (Lesbian/ Gay/Bisexual/Transgender) Organisationen Russlands.

2013

Ulrike Lunacek

Couragiert und engagiert: Die österreichische Grünen-Politikerin Ulrike Lunacek ist auf vielen Feldern unterwegs. Unter anderem setzt sie sich als Abgeordnete im Europa-Parlament in Brüssel für die Euro-Rettung und für außen­politische Belange (etwa die geplante Osterweiterung der EU) ein, engagiert sich aber auch für die Rechte von Frauen und Schwulen/Lesben.

2012

Manfred Bruns

„Meine Vision, mit der ich angetreten bin, ist Wirklichkeit geworden“, sagte Manfred Bruns anlässlich der Verleihung des Rosa-Courage-Preises an ihn. „Mittlerweile seien Lesben und Schwule in der Gesellschaft und in Ministerämtern und Bürgermeister-Büros angekommen“, zitiert die NOZ.

2011

Karen-Susan Fessel

„Das Leben ist nicht immer lustig und leicht. Aber Bücher lesen kann helfen. Und wenn eines meiner Bücher auch nur einen einzigen Menschen tröstet, ihm Mut oder Freude macht oder hilft, andere Menschen besser zu verstehen, dann hat sich für mich das ganze Schreiben schon gelohnt!“ (Karen-Susan Fessel im Oetinger Lesebuch, Almanach 2001/2002

2010

Ralf König

Ralf Königs Comics sind für schwule Männer von besonderer Bedeutung. Sie waren für viele eine wichtige Hilfe beim Coming-Out. Allen, die in den 80ern und 90ern unter Diskriminierung und Ablehnung gelitten haben, hat der Witz seiner Comics stets auch die schöne und lustige Seite des Schwulseins vor Augen geführt.

2009

Hella von Sinnen & Cornelia Scheel

25 Jahre lebten Cornelia Scheel und Hella von Sinnen als Paar und gingen in der Öffentlichkeit damit so selbstverständlich um wie jedes andere (meist gegengeschlechtliche) Paar auch.

2008

Rosa von Praunheiml

Er galt lange als einer der entscheidenden Köpfe der deutschen Schwulenbewegung: Rosa von Praunheim. Er hat sich in besonderer Weise für die Rechte von Schwulen und Lesben eingesetzt.

2007

Brigitte Zypries

Frau Zypries war maßgeblich an der Diskussion um die Gestaltung und den Beschluss eines Lebenspartnerschaftsgesetzes für gleichgeschlechtliche Paare beteiligt. Nachdem es zunächst unmöglich schien, eine Mehrheit für dieses Gesetz in der Legislative zu finden, gelang es Dank ihrer Initiative, zumindest einen Teil der Gesetzesvorlage beschlussfähig zu gestalten und so einen weiteren Meilenstein bei der Gleichstellung von Lesben und Schwulen zu setzen.

2006

Hans Hengelein

Hans Friedrich Hengelein, der im Alter von drei Jahren an Kinderlähmung erkrankte und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist, studierte nach dem Abitur 1976 Psychologie in Erlangen. Er ist seit 1977 in der Behindertenbewegung, seit 1981 in der Schwulenbewegung ehrenamtlich aktiv.

2005

Maren Kroymann

Maren Kroymann hatte 1993 ihr Coming-out vor einem Millionenpublikum im Magazin Stern. Sie war damit eine der ersten Prominenten überhaupt, die den mutigen Schritt in die Öffentlichkeit wagten. Seitdem ist sie eine der bekanntesten lesbischen Frauen in Deutschland. Zu ihren aktuellen Projekten gehören unter anderem die RTL-Comedyserie „Mein Leben und ich“ und ihr Bühnenprogramm „Gebrauchte Lieder“.

2004

Lutz van Dijk

Der Rosa-Courage-Preis 2004 wurde dem deutschsprachigen Autor Lutz van Dijk „für die Zivilcourage, mit der er sich jahrelang schriftstellerisch und persönlich für die Belange der Homosexuellen und der Homosexualität eingesetzt hat“ verliehen.

2003

Carolina Brauckmann

Die Liedermacherin und „Grande Dame des lesbischen Chansons“, Carolina Brauckmann, wuchs im Sauerland als Jüngste von sechs Geschwistern auf. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Anglistik in Freiburg und lebt seit 1988 in Köln. In Freiburg forschte sie im Stadtarchiv über das Leben bürgerlicher und ehrloser Frauen und schrieb gemeinsam mit Sully Roecken hierüber ein Standardwerk.

2002

Wieland Speck

Wieland Speck ist seit Mitte der 70er-Jahre als Autor und Verleger aktiv, ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent mehrerer, auch internationaler Kino- und TV-Produktionen. Speck ist selbst Darsteller u. a. in Marlene Dietrichs letztem Film „Schöner Gigolo, armer Gigolo“ (1978) und als Theater­leiter mehrere Jahre für das Berliner Off-Off-Kino „Tali“ in Kreuzberg verantwortlich.

2001

Christian* Schenk

Für seinen langjährigen Einsatz für die Interessen von Frauen, Homosexuellen und Transsexuellen während seiner Zeit in der Opposition in der DDR und im Bundestag wird Christian Schenk 2001 der Rosa-Courage-Preis verliehen.

2000

Yachad Deutschland e.V.

„Yachad“ wurde im Juni 1995 als bundesweite
soziokulturelle Organisation in Köln gegründet, die sich für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von jüdischen Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen innerhalb ihrer Religionsgemeinschaft engagierte. Der Verein unterhielt vielfältige internationale Kontakte, so z. B. mit dem „World Congress of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Jews“.

1999

Maria Sabine Augstein

Für ihr Engagement für Trans- und Homosexuelle erhält sie 1999 den Rosa-Courage-Preis. Aus der Laudatio von Hans Hengelein: „Deine kritische Begleitung und Kommentierung unserer Arbeit ohne jegliche Form der den schwulen Medien häufig anhängenden ,negativen Stimmungsmacherei‘ ist eine Deiner Stärken, für die ich Dich sehr bewundere. Auch dafür herzlichen Dank!“

1998

Egmont Fassbinder

Der Verleger Egmont Fassbinder mit seinem „Verlag rosa Winkel“ ist für die Geschichte der Schwulenbewegung in Deutschland von zentraler Bedeutung. Es war der erste Verlag der Nachkriegszeit im deutsch­sprachigen Raum, der sich speziell schwulen Themen widmete.

1997

Claudia Schoppmann

Die Historikerin, wissenschaftliche Autorin und Publizistin
Dr. Claudia Schoppmann erhielt den Rosa-Courage-Preis 1997 für ihre Beiträge zur deutschsprachigen Lesben­forschung. Nachdem sie zunächst damit begann, die les­bische Geschichte aufzuarbeiten, entschloss sie sich, auch die Seite der Schwulen in der Geschichte zu beleuchten, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus.

1996

Hans Georg Wiedemann

Für seinen unermüdlichen Einsatz in der evangelischen Kirche für die Gleichstellung Homosexueller – Wiedemann engagierte sich u. a. für die Segnung homosexueller Paare – erhielt er den 5. Rosa-Courage-Preis.

1995

Claudia Roth

Für ihren persönlichen Einsatz auf Demonstrationen für Toleranz gegenüber Homosexuellen wie dem Berliner CSD und der Parada Równości in Warschau erhielt sie 2002 den Zivilcouragepreis des Berliner CSD und 2007 den „Hiacynt“-Preis der Stiftung für Gleichberechtigung in Polen. Claudia Roth wird für ihr Engagement auf europäischer Ebene und den „Rapport Roth“ 1995 der Rosa-Courage-Preis verliehen.

1994

Waldschlösschen /
Dr. Rainer Marbach

Im Leitbild der Akademie Waldschlösschen liest man:
„Wir sind ein Ort der Begegnung, der sich der Huma­nisierung der Gesellschaft verpflichtet fühlt – offen für alle Menschen auf der Suche nach neuen Erfahrungen und Orientierung im gesellschaftlichen Wandel.“

1993

Andreas
Meyer-Hanno

Anfang der 1970er Jahre war Andreas Meyer-Hanno das Versteckspiel als Schwuler leid – er entschloss sich zur Offensive und engagierte sich in den ersten Schwulen­gruppen in Braunschweig und Frankfurt/Main.

1992

Dr. Gisela Bleibtreu-Ehrenberg

Ihre Ver­öffentlichung „Tabu Homosexualität – Die Geschichte eines Vorurteils“ von 1978 gilt als Standardwerk für die Bereiche Homophobie und Frauenfeindlichkeit. „Sie plädiert“, schreibt der Fischer Verlag, „für den Abbau der gegen die Homosexualität gerichteten diffusen Vorurteile, die in einer arbeitsteiligen, hochspezialisierten Industriegesellschaft keinerlei sozialen Sinn mehr haben.“